Eine binäre High-Option nennt man auch ‘Call’-Option und eine binäre Low-Option nennt man auch ‘Put’-Option. Binäre High/Low-Optionen können daher auch als Call/Put-Optionen bezeichnet werden.

Nutzt ein Trader binäre High/Low-Optionen, so muss er darauf spekulieren, ob der Basiswert über oder unter dem Kurs auslaufen wird, zu dem der Trade ausgeführt wurde. Bei einer High-Option muss der Asset über dem Ausübungspreis ablaufen, und eine Low-Option bedeutet, dass der Asset unter dem Ausübungspreis ablaufen muss.

Der Ablaufkurs eines Trades legt fest, ob der Trade ‘im Geld’ oder ‘aus dem Geld’ abläuft – abhängig von der Richtung der platzierten binären High/Low-Optionen.

Betrachten wir ein paar Szenarien als Beispiele.

Binäre High-Option:

Der Kurs für das EUR/USD-Währungspaar liegt derzeit bei 1,4525. Ein Trader platziert eine Call-Option mit einer 60-Sekunden-Ablaufdauer. Wenn der Ablaufkurs bei 1,4526 oder darüber liegt, gewinnt der Trader den Trade und erzielt einen Gewinn. Wenn der Ablaufkurs bei 1,4524 oder unter diesem Kurs liegt, verliert der Trader den Trade und seinen Anlagebetrag.

Binäre Low-Option:

Der Kurs für das EUR/USD-Währungspaar liegt derzeit bei 1,5236. Ein Trader platziert eine Put-Option mit einer 60-Sekunden-Ablaufdauer. Wenn der Ablaufkurs bei 1,5235 oder darunter liegt, gewinnt der Trader den Trade und erzielt einen Gewinn. Wenn der Ablaufkurs bei 1,5237 oder über diesem Kurs liegt, verliert der Trader den Trade und seinen Anlagebetrag.

In beiden Fällen bedeutet ein Ablaufkurs, der identisch mit dem Ausführungspreis ist, dass der Trader weder gewonnen noch verloren hat und der Trade daher ‘am Geld’ ist.